By | December 6, 2019

Eine weltweite Entwickler- und Nutzergemeinde arbeitet seit den 90-er Jahren an der stetigen Weiterentwicklung von Linux. Auch anspruchsvolle Geschäftsanwendungen wie System- und Netzwerkadministration, Datenbankverwaltung und Web-Services lassen sich heute mit Open-Source-Lösungen bewerkstelligen.

Was sind Linux-Distributionen?

Linux ist zunächst nur ein Betriebssystemkern ohne weitere Elemente. Für sich allein wäre dieser so genannte Linux-Kernel nicht lauffähig; er braucht zusätzliche Software. Eine solche Zusammenstellung an Tools wird „Distribution“ genannt. Analog werden die Herausgeber der Distributionen als Distributoren bezeichnet.

Woraus bestehen Linux-Distributionen?

Je nach Anforderung fallen die Distributionen sehr unterschiedlich aus. Sie umfassen neben dem Kernel verschiedene Treiber, eine Installationsumgebung, grafische Umgebungen und diverse Programme. Zusammen bilden sie das eigentliche Betriebssystem.

Geschichte der Linux-Distributionen

1992 waren die ersten Distributionen erhältlich: MCC Interim Linux, Softlanding Linux System (SLS) und Yggdrasil Linux. Slackware aus dem Jahr 1993 ist die älteste heute noch existierende Distribution. Die heute führenden Linux-Betriebssysteme mit jeweils unterschiedlichen Stärken sind neben Slackware Ubuntu, CentOS, Debian und Gentoo.

Erfolg der Linux-Distributionen

Die Verbreitung der Distributionen sorgte dafür, dass eine Vielzahl an Entwicklern Einfluss auf die Weiterentwicklung nehmen konnte. So entstanden Lösungen mit immer größeren Einsatzbereichen, die zugleich Sicherheit, Konsistenz und Flexibilität mit sich brachten. Immer mehr wurden Linux-Distributionen für Unternehmen damit zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu Server-Betriebssystemen der etablierten Hersteller.

Mittlerweile sind Linux-Server aus der Welt der Informationstechnologie nicht mehr wegzudenken. Ob bei der Google-Anfrage, dem Einsatz einer FritzBox, der Indienstnahme des Navigationsgeräts TomTom oder dem Nutzen eines Android-Smartphones: Immer ist Linux mit im Spiel. Auch die meisten der so genannten Supercomputer laufen mit Linux.

Ist ein Linux-Server für mein Unternehmen eine Option?

Ein IT-Ausfall kostet schnell Unmengen an Geld. Daher sollte bei der Auswahl des Servers unbedingt auf Stabilität und professionellen Support geachtet werden. Dies gilt natürlich umso mehr, je unternehmenskritischer der Linux-Server eingesetzt werden soll. Wer sich Geld sparen möchte, indem er auf den Einkauf professionell Unterstützung verzichtet, sollte genauestens prüfen, wie es um das Linux-Knowhow in der Firma steht. Auch wenn im Unternehmen oder im Umfeld des Unternehmens gutes Knowhow vorhanden ist, sollte dennoch bedacht werden, dass sich die Situation im Falle von Jobwechseln schnell ändern kann. Im Problemfall sind die Administratoren dann auf sich selbst und auf Hilfe aus Internetforen angewiesen.

Die wichtigsten Linux-Server

Die Computerwoche hat neun Linux-Server getestet und mit Vor- und Nachteilen vorgestellt. Server-Lösungen mit Langzeit-Unterstützung, die sich damit auch für sehr unternehmensrelevante Einsatzmöglichkeiten gut eignen, sind Suse Linux Enterprise Server, Collax Business Server, Red Hat Enterprise Linux, Univention Corporate Server und Ubuntu Server. Wer selbst über gute Linux-Kenntnisse verfügt oder evtl. nur einen Test-Server benötigt, kann auch eine der anderen Server-Lösungen wie Debian nutzen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *